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Heilwirkung von Rezepten traditionelle russische Medizin

Heilwirkung von Rezepten

Traditionelle russische Medizin und russische Volksmedizin sind heute im westlichen Europa immer noch relativ unbekannt. In beiden Fällen handelt es sich um ein von Generationen überliefertes Heilwissen.
Beide Arten der Medizin haben wesentliche Gemeinsamkeiten, die ihren Hauptunterschied lediglich in der Art der Wissensübertragung haben – traditionelle Medizin ist schriftlich fixiert und Volksmedizin ist überwiegend mündlich überliefert.
Die Ursprünge beider Arten der Medizin sind gemeinsam, denn sie gründen beide auf uralten Traditionen und integrieren das historische Erfahrungswissen vieler Menschen. Über die Jahrhunderte wurden auf diese Weise Heilmethoden und Heilmittel aus der Natur vereinnahmt, die der breitesten Nutzung der Möglichkeiten der uns umgebenden Natur entsprechen. Es wird eigentlich, und besonders in der russischen Volksmedizin, alles was uns umgibt auch zur Heilung verwendet. Aufgrund der Nähe zu Tibet und China flossen dabei auch viele natürliche Heilmittel und Heilmethoden aus Asien in dieses Arsenal ein. Volksmedizin entwickelt sich stetig weiter, vereinnahmt jedoch nur dann dauerhaft neues Heilwissen, wenn es den Test in der täglichen Praxis bestanden hat.
Dadurch existiert heute ein sehr umfangreiches und vielfältiges Arsenal erprobter Heilmittel und Heilmethoden, welches dem Heilenden zur Verfügung steht.

Wie ist nun die Heilwirkung von Rezepten bei der Behandlung von Krankheiten, wie sie beispielsweise im Buch „Russische Volksmedizin“ aufgeführt sind? Welche Heilwirkung haben diese Rezepte?

Im folgenden Text finden Sie eine Auflistung der Heilwirkung von Rezepten, die in dieser traditionellen Medizin den Rezepten zugeordnet werden. Fast alle Rezepte stimulieren gleichzeitig den Organismus zur Aufnahme des körpereigenen Reparaturprogramms und unterstützen ihn dabei:

Akute Infektion der Atemwege (Infectio respirators)

Die Rezepte besänftigen gewöhnlich innerhalb weniger Tage die Infektion.

Allergische Bindehautentzündung

Das Rezept läßt die Entzündung verschwinden.

Allergische Hautentzündung (allergische Dermatitis)

Die Rezepte können die Begleiterscheinungen wesentlich besänftigen und von der Allergie befreien.

Allergischer Schnupfen (Allergische Rhinitis)

Das Rezept kann die Begleiterscheinungen wesentlich besänftigen und von der Allergie befreien.

Angina (Tonsillitis)

Die Rezepte besänftigen gewöhnlich innerhalb weniger Tage die Entzündung.

Arterienverkalkung (Arteriosklerose)

Die Rezepte können das allgemeine Befinden des Betroffenen wesentlich verbessern.

Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)

Die Rezepte besänftigen die Entzündung, den Schmerz und normalisieren die Verdauung.

Bisse und Stiche

Die Rezepte töten alle Mikroben ab und verhindern dadurch die Entzündung der Wunde.

Blasensteine (Urolithiasis)

Die Rezepte lösen Blasensteine sanft und natürlich auf.

Blasenschwäche (Harninkontinenz)

Die Rezepte helfen den ungewollten Harnabgang zu verhindern.

Blutdruck

Die Rezepte wirken absenkend auf den Blutdruck.

Blutergüsse

Das Rezept normalisiert den Zustand des Körpergewebes und beschleunigt die Heilung.

Brandwunden

Die Rezepte normalisieren den Zustand des Körpergewebes und beschleunigen die Heilung.

Bronchialasthma

Die Rezepte können die Begleiterscheinungen wesentlich besänftigen und von der Allergie befreien.

Bronchienentzündung (Bronchitis)

Die Rezepte schaffen Abhilfe bei einer akuten Bronchitis, gewöhnlich innerhalb von 7 bis 14 Tagen.

Durchfall (Diarrhö)

Die Rezepte zerstören die pathogenen Mikroorganismen, besänftigen den Durchfall, die Schwäche und die Vergiftung.

Eiterbeule (Karbunkel)

Die Rezepte unterbinden schnell die Entzündung, bringen den entzündeten Kern heraus und beschleunigen danach die Wundheilung.

Fersensporn (Kalkaneussporn)

Die Rezepte besänftigen den Schmerz, die Entzündung und wirken rückbildend auf den Fersensporn.

Fieber (Febris)

Die Rezepte senken schnell und wirksam das Fieber.

Furunkel (Furunculus)

Die Rezepte unterbinden schnell die Entzündung, bringen den entzündeten Kern heraus und beschleunigen danach die Wundheilung.

Fußpilz (Tinea pedis)

Die Rezepte zerstören die pathogenen Pilze und besänftigen die Entzündung.

Gallensteine

Die Rezepte lösen Gallensteine sanft und natürlich auf.

Mumijo – ein bewährtes Heilmittel der Volksmedizin

Mumijo (Depuratus Mumijo)

ist ein natürliches Präparat, das bei den Erkrankungen des stütz-motorischen Apparats, wie Osteochondrose, Osteoporose und Radikulitis und vielen weiteren Erkrankungen, wie Diabetes, Sklerose, Hypertonie, Herz- und Kreislaufstörungen und Myokardinfarkt angewendet wird.

Es ist in Russland ein offiziell zugelassenes Medikament. In der zentralasiatischen Volksmedizin gilt es seit Jahrtausenden als ein bewährtes Heilmittel.

Aufgrund seiner heilenden Eigenschaften wurde Mumijo in den letzten Jahren auch der Gegenstand des sorgfältigeren Studiums durch Vertreter der wissenschaftlichen Medizin. Zu seinen Bestandteilen gehören etwa 28 bis 32 chemische Substanzen, 30 Makro- und Mikroelemente, etwa 10 verschiedene Metalloxyde, 6 Aminosäuren und eine ganze Reihe von Vitaminen, wie der Vitamin-Gruppe B und anderen. Es besteht aus etwa 95 Komponenten, die von der Natur zusammengesetzt wurden. Mumijo gehört zu den Präparaten, die dem Organismus helfen sich an die ungünstigen Einwirkungen der Umwelt anzupassen, seine Immunität zu den natürlichen Faktoren erhöhen, stärkend wirken und aktiv den Stoffwechsel beeinflussen.

Über den Entstehungsprozess des Mumijo gibt es keine einheitliche Meinung. Es gibt unterschiedliche Theorien, die jeweils von einem tierischen- bzw. pflanzlichen Ursprung ausgehen. Allerdings haben alle Fundstätten gemeinsame Merkmale. Es handelt sich um Orte mit einer langen und intensiven Sonnenbestrahlung, die Luft ist besonders sauber und es existiert ein spezielles Pflanzenbewuchsspektrum.

Bedeutende Fundstätten befinden sich in Zentralasien, so im Himalaja und im Altai (Mumijo Altai besitzt eine sehr hohe Wirkstoffkonzentration). Die häufigste Fundform des Roh-Mumijo sind poröse Gesteinsbrocken in Höhlen, Nischen und Felsspalten, sowohl auf dem Boden liegend, als auch an der Decke hängend.

Äußerlich ähnelt Mumijo dem Harz, es hat eine glänzende Oberfläche, einen bitteren Geschmack und sein spezifischer Geruch erinnert an Erdöl, die Farbe schwankt von hellbraun bis schwarz. Im heißen Wasser löst sich Mumijo gut auf, verliert aber seine Eigenschaften bei falscher Aufbewahrung.

Für die Behandlung der Erkrankungen des stütz-motorischen Apparates wird Mumijo äußerlich, in Form von Einreibungen und Kompressen, und auch innerlich angewendet
Kompresse

Für die Kompresse wird eine 3-prozentige Lösung vorbereitet. Dazu lösen Sie 3 g Mumijo in 100 ml heißem Wasser auf, durchtränken in der Lösung ein Stück Leinen- oder Baumwollstoff, legen den Stoff auf den wunden Punkt, bedecken ihn mit Kunststofffolie und fixieren die Kompresse mit einem Verband.

Alternativ können die wunden Punkte auch mit einer Salbe, die auf der Grundlage des Mumijo hergestellt wurde, eingerieben werden. Damit die Salbe nicht an den Händen festklebt, schmieren Sie diese vorher mit abgekochtem Pflanzenöl ein.

Die Anwendung des Mumijo ist auf 20 Tage begrenzt, dann ist eine Pause von 10 Tagen nötig und danach wird die Behandlung gegebenenfalls wiederholt.

Mit dem gleichzeitigen Trinken einer Mischung aus 1 Teil Honig und 20 Teilen Milch (200 ml) kann der Heileffekt des Mumijo verstärkt werden, ebenfalls auch durch eine Massage der wunden Punkte.

Radikulitis

Bei einer akuten Radikulitis hilft eine Mischung aus Mumijo und medizinischem Schwefel. Dazu ergänzen Sie zu 5 Tropfen heißem Wasser 2 g Mumijo und 1 g medizinischen Schwefel und reiben die Mischung in den wunden Punkt ein. Diese Mischung eignet sich auch zur Verwendung als Kompresse.

Stärkung des Organismus

Zur allgemeinen Stärkung des Organismus kann ein- bis zweimal im Jahr eine prophylaktische Kur mit Mumijo durchgeführt werden.

Lösen Sie dazu аm Аbend 2 g Mumijo in 200 ml heißem Wasser auf und lassen die Lösung bis zum Morgen stehen.
Von der Lösung nehmen Sie 1-mal täglich, morgens auf nüchternem Magen, 20 ml 30 Minuten vor dem Frühstück ein und trinken danach sofort einen Schluck Milch oder süßen Tee nach.

Das Präparat wird im Kühlschrank aufbewahrt (es ist ausreichend für einen Zyklus von 10 Tagen) und wie folgt angewendet:

10 Tage Einnahme, 10 Tage Pause, 10 Tage Einnahme, 10 Tage Pause, 10 Tage Einnahme.

Danach ist die Kur beendet und sollte erst nach 6 bis 12 Monaten wiederholt werden. Eine solche Kur eignet sich auch zur Unterstützung der Behandlung bei Osteochondrose, Osteoporose, Radikulitis und anderen Erkrankungen des stütz-motorischen Apparates.

Hinweise: In Russland wird überwiegend Mumijo-Altai in Tablettenform verwendet. Bei den Rezepten der Volksmedizin werden diese Tabletten zur Anwendung immer in heißem Wasser aufgelöst. Der fertigen Lösung kann noch eine Prise Zucker zugegeben werden, was die Aufnahme der Wirkstoffe über das Blut fördert. Die in russischen Apotheken erhältlichen Tabletten haben meist ein Gewicht von je 0,2 Gramm. Das bedeutet, dass Sie beispielsweise bei der Mengenangabe von 2 Gramm Mumijo die Lösung unter Verwendung von 10 Tabletten Mumijo herstellen müssen.

Verwenden Sie Mumijo niemals in hoher Dosierung. Während der Behandlung mit Mumijo darf kein Alkohol getrunken werden, denn er vermindert dessen Wirkung.

Präparate des Mumijo (Tablettenform) können Sie unter Shop-AMAZON finden.

Zwiebel (Allium cepa) – eine der ältesten Kulturpflanzen

Zwiebel (Allium cepa)

stammt ursprünglich aus den Steppengebieten West- und Mittelasiens. Heute wird die Zwiebel als Kulturpflanze nahezu weltweit angebaut.

Geschichte

Die Zwiebel ist bereits seit über 5000 Jahren bekannt und eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit überhaupt. Bei einigen wilden afrikanischen Stämmen ist sie bis heute eine heilige Pflanze, die dank ihres scharfen Geruchs und Geschmacks als ein Gesandter der großen Götter gilt. Auch in der Mythologie und in den Märchen vieler Völker wird die Wertschätzung der Zwiebel deutlich. Sie steht für Gesundheit, Langlebigkeit, Arbeitsfähigkeit und Lebenskraft. In der russischen Volksmedizin stellt die Zwiebel das bedeutsamste Volksheilmittel dar. Besonders im Mittelalter wurde die Zwiebel im alten Russland sehr hoch verehrt. Bis in die jüngere Geschichte ist sie ein Mittel für die Wahrsagerei, Herstellung von Liebesgetränken und dem Liebeszauber. In der bäuerlichen Gesellschaft galt in alten Zeiten die große Ansammlung von Zwiebelpflanzen auf einem kleinen Stück Land in Gemeinschaft mit dem Milzfarn auch als ein Zeichen für die Nähe eines Schatzes in der Erde.

Inhaltsstoffe

Zu den chemischen Verbindungen der Zwiebel gehören ätherische Öle, Jod, Vitamin C und Schwefelverbindungen.

Anwendung in der Volksmedizin

Dank ihrer Inhaltsstoffe verfügt die Zwiebel über antiseptische und harntreibende Eigenschaften. Die russische Volksmedizin verwendet die Zwiebel bei vielen Erkrankungen, so bei Avitaminose, Blutarmut, Angina, Arteriosklerose, Schlaflosigkeit, Husten und Würmern, aber auch bei einigen eitrigen Erkrankungen der Haut und vielen anderen mehr. Sie gilt als ein bewährtes natürliches Heilmittel.

R E Z E P T E
Kopfschuppen

Bei Kopfschuppen füllen Sie einen 2,5-l-Topf zur Hälfte mit Schalen der Zwiebel, übergießen sie mit heißem Wasser, lassen die Mischung 5 Minuten aufkochen und dann 30 Minuten abgedeckt stehen. Danach sieben Sie den Sud durch, geben ihn in ein größeres Geschirr und ergänzen 3 l heißes Wasser. Mit diesem Sud spülen Sie über 3 Wochen 2-mal in der Woche die gewaschenen und getrockneten Haare und behandeln so die Kopfhaut. Zur Festigung des Ergebnisses und zur Vorbeugung wiederholen Sie 1-mal im Monat diese Behandlung.

Depression

Bei anfangender Depression atmen Sie mehrfach den Geruch frischer Zwiebeln ein. Die Depression wird sich nach kurzer Zeit auflösen. Auf diese Weise können Sie der Depression auch vorbeugen.

Husten

Bei Husten übergießen Sie 10 fein gehackte Zwiebeln und 1 Knoblauchknolle mit pasteurisierter Milch und kochen sie unter kleiner Hitze und ständigem Rühren weich. Dann fügen Sie ein wenig frischen Minzensaft und Honig hinzu und bewahren die Mischung im Kühlschrank auf. Davon essen Sie täglich 1 EL.

Weitere Verwendung

Auch wurde festgestellt, dass der ständige Gebrauch der Zwiebel in der Ernährung den Cholesterinspiegel senken kann. Ebenfalls gibt es Hinweise darauf, dass die Zwiebel reduzierende Eigenschaften auf den Zuckerspiegel im Blut besitzt. Diabetikern wird daher das Essen einer Zwiebelsuppe empfohlen.

Zwiebeln, in Butter gebraten oder in Milch gekocht, lösen den Husten. Brei aus frischen Zwiebeln kann bei Verbrennungen angewandt werden. Er lindert Schmerzen, reduziert Hautreizungen und verhindert die Bildung von Blasen.

Auch ist aus der Volksmedizin bekannt, dass in die Kopfhaut massierter Zwiebelsaft das Haar kräftigt und den Haarwuchs fördert. Das gleiche gilt für einen Sud, der aus Zwiebelschalen bereitet wird.

Walnuss (Juglans regia) – eine traditionelle Heilpflanze

Echte Walnuss (Juglans regia)

Tinkturen aus den grünen und unreifen Früchten der Echten Walnuss (Juglans regia) sind ein bewährtes natürliches Heilmittel aus den südlichen Regionen Russlands. Sie sind dort ein alter und traditioneller Bestandteil der Volksmedizin. Aufgrund der positiven Einwirkung dieser Tinkturen auf den Organismus, sollte die grüne Walnuss auch in anderen Regionen in die Vorratskammer für die Erhaltung der eigenen Gesundheit gehören. Die grünen und unreifen Früchte der Walnuss (Juglans regia), im Durchmesser von nicht mehr als 2 bis 3,5 cm, werden von Ende Mai bis spätestens Ende Juni gesammelt und daraus ein alkoholischer Auszug hergestellt.

Die Walnuss-Tinktur hilft bei der Diabetes, behandelt die Arteriosklerose des Gehirns und der Blutgefäße des Herzens, nimmt die Müdigkeit ab und stellt das Immunsystem wieder her. Weiterhin hilft sie bei Erkältung, besonders bei einem langwierigen und trockenen Husten. Auch für die Behandlung einer Tuberkulose wird sie traditionell verwendet.

Bemerkenswert ist, die Walnuss-Tinktur behandelt auch sehr gut schweren Durchfall. Auch einen Durchfall, der von einer Infektion durch unterschiedlichste Stämme von Escherichia coli ausgelöst wurde. Sie kann daher auch bei einer EHEC-Infektion, unabhängig von der Verlaufsform, verwendet werden.

R E Z E P T E

Grüne Walnuss-Tinktur

Dazu zerschneiden Sie die grünen und unreifen Früchte der Walnuss in kleine Stücke, geben sie bis zur Hälfte in eine Flasche und füllen sie mit Wodka (40 %) auf. Danach stellen Sie die fest verschlossene Flasche für 40 Tage an einen dunklen und kühlen Ort, dabei alle 3 bis 4 Tage aufschüttelnd. Die fertige Tinktur, durchsieben und an einem dunklen und kühlen Ort aufbewahren.
Die Früchte sollen im Durchmesser von nicht mehr als 2 bis 3,5 cm sein und werden von Ende Mai bis spätestens Ende Juni gesammelt.

Anwendung zur Prophylaxe und Behandlung einer Erkrankung

Die grüne Walnuss-Tinktur kann zur Prophylaxe und für die Behandlung einer vorliegenden Erkrankung verwendet werden. Dazu nehmen Sie in beiden Fällen 2 bis 3-mal täglich 1 TL ein. Der Kurs der Behandlung verläuft über 1 Monat.
Für die Behandlung von Kindern geben Sie jeweils 5 Tropfen der Tinktur in 125 ml heißes Wasser, damit der Alkoholgeruch verloren geht.

Anwendung bei diffusen Struma

Bei diffusen Struma nehmen Sie 3-mal täglich 1 TL der Walnuss-Tinktur vor dem Essen ein. Der Kurs der Behandlung geht über 3 Monate.

Anwendung zur Prophylaxe von Krebs

Für die Prophylaxe von Krebs nehmen Sie die Walnuss-Tinktur nach dem folgenden Schema ein:

1. Tag – 1 Tropfen in 60 ml Wasser, morgens auf nüchternem Magen, 40 Minuten vor dem Essen;
2. Tag – 2 Tropfen in 60 ml Wasser, morgens auf nüchternem Magen, 40 Minuten vor dem Essen;
3. Tag – 3 Tropfen in 60 ml Wasser, morgens auf nüchternem Magen, 40 Minuten vor dem Essen;
In dieser Weise steigern Sie die Dosierung täglich um je 1 Tropfen bis zum 20. Tag.
Danach geben Sie die Tropfen in 125 ml und setzen in folgender Weise fort.
20. Tag – 20 Tropfen in 125 ml Wasser, morgens auf nüchternem Magen, 40 Minuten vor dem Essen;
21. Tag – 21 Tropfen in 125 ml Wasser, morgens auf nüchternem Magen, 40 Minuten vor dem Essen;
In dieser Weise steigern Sie die tägliche Dosis bis zum 40. Tag, um jeweils 1 Tropfen, bis auf 40 Tropfen.
Ab dem 41. Tag verringern Sie die Dosis wieder um 1 Tropfen täglich, dass heißt,
41. Tag – 39 Tropfen in 125 ml Wasser, morgens auf nüchternem Magen, 40 Minuten vor dem Essen;
60. Tag – 20 Tropfen in 60 ml Wasser, morgens auf nüchternem Magen, 40 Minuten vor dem Essen,
bis Sie wieder bei 1 Tropfen angekommen sind.

Diesen Kurs sollten Sie jedes halbe Jahr einmal durchführen.

Grüne Walnuss-Tinktur bei einem Fibromyom

Bei einem Fibromyom (meist in in der Brust der Frau lokalisiert) wird die folgende Kur empfohlen:

Zerschneiden Sie 27 grüne und unreife Früchte der Walnuss in kleine Stücke, geben sie in eine große Flasche und füllen 1 l Wodka (40 %) auf. Danach stellen Sie die fest verschlossene Flasche für 40 Tage an einen dunklen und kühlen Ort, dabei alle 3 bis 4 Tage aufschüttelnd. Die fertige Tinktur, durchsieben und an einem dunklen und kühlen Ort aufbewahren.
Auch für diese Walnuss-Tinktur gilt, die Früchte sollen im Durchmesser von nicht mehr als 2 bis 3,5 cm sein und werden von Ende Mai bis spätestens Ende Juni gesammelt.

Von der Walnuss-Tinktur nehmen Sie über 1 Monat 3-mal täglich 1 TL 30 Minuten vor dem Essen ein.
Danach trinken Sie über 1 Monat 3-mal täglich 60 ml frischen Kartoffelsaft 30 Minuten vor dem Essen.
3. Monat – Einnahme der Walnuss-Tinktur;
4. Monat – Kartoffelsaft trinken;
5. Monat – Einnahme der Walnuss-Tinktur;
6. Monat – Kartoffelsaft trinken.

Für den Kartoffelsaft nehmen Sie eine Kartoffelknolle von mittlerem Umfang (nicht durch Schadstoffe belastet), waschen sie gründlich und zerreiben sie dann mit der Schale auf dem Reibeisen oder entsaften sie im Fruchtentsafter.
Den Saft trinken Sie dann, nachdem sich die Stärke auf dem Boden des Glases abgesetzt hat. Es wird nur der reine Saft und ohne die Stärkeanteile getrunken.

Der Behandlungskurs verläuft über ein halbes Jahr und kann gegebenenfalls, nach einer längeren Pause, wiederholt werden.

Chaga (Inonotus obliquus/Fungus betulinus) – ein medizinischer Pilz

Chaga (Inonotus obliquus/Fungus betulinus)

Chaga ist einer von den mehr als hundert Sorten medizinischer Pilze. Aus dieser Masse scheint er sich hervorzuheben. Als ein parasitärer Pilz wächst er meist auf den Stämmen alter Birken in den Nordregionen. Er kann aber auch an Erle, Ahorn, Eberesche und anderen Bäumen wachsen. Medizinische Eigenschaften hat nur der Birken-Chaga. Vereinzelt ist er auch in Deutschland zu finden. Es ist ein Porenpilz und hat im Alter das Aussehen einer schwarzen, unregelmäßig gebrochenen Masse. In ihm sammeln sich über das ganze Jahr die Stoffe an, die von der Birke als Schutzmittel gegen den Pilz-Parasiten produziert werden.
Chaga ist nicht giftig, er wird von Förstern und Jägern als Tee verwendet.

Geschichte

In der russischen Volksmedizin ist der Chaga sehr beliebt und seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Seit langem werden verschiedene Extrakte aus dem Pilz äußerlich oder innerlich angewendet. So hilft er bei der effektiven und schnellen Heilung von Wunden, Verbrennungen und Entzündungen der Haut. Auch wird er als Heilmittel für die Behandlung von Gastritis, Magengeschwür und bösartigen Tumoren verwendet.
Nach der Legende wurde der Großfürst von Kiew, Wladimir Wsewolodowitsch Monomach (* 1053; † 1125), durch eine Brühe aus diesem Pilz vom Unterlippenkrebs befreit.

Inhaltsstoffe

Der Chaga ist reich an organischen Säuren, Magnesium, Kalium und Mangan, die für die normale Funktion des Organismus notwendig sind. Durch seine Inhaltsstoffe besteht eine fördernde Einwirkung auf die Fermentsysteme des lebenden Organismus. Seine reichen Inhalte an Magnesium und Kalium wirken bei der Behandlung von Ödemen und regulieren die Herztätigkeit. Das ebenfalls reichlich enthaltene Mangan zwingt das Fermentsystem des Organismus zu einer optimalen Arbeit.
Besonders wertvoll ist die Asche des Chaga, zu deren Inhalten Oxide des Aluminiums, Eisens, Siliziums, Kaliums, Magnesiums, Kupfers, Mangans, Zinkes und Natriums gehören. Im Chaga sind auch für den Organismus notwendige Oxal-, Essig-, Ameisen- und Vanillinsäure sowie andere Säuren enthalten. Das im Chaga enthaltene Magnesium, Kalium und Kupfer festigt zusammen mit den Säuren auch die Wände der Blutgefäße und verfügt über eine starke antibakterielle Wirkung. Im Chaga ist viel Zink enthalten, das eine anti-karzinogene Eigenschaft besitzt.

Anwendung in Russland

Trotz der langen Nutzungstradition des Chaga, gibt es in der Wissenschaft heute noch keine Einigkeit zur Frage der Wirkstoffe und dem Wirkmechanismus des Chaga.

In der russischen Medizin wird Chaga als Tonikum und entzündungshemmendes Mittel bei Erkrankungen des Magen-Darmtraktes eingesetzt und zur symptomatischen Behandlung von Tumoren unterschiedlicher Lokalisation. Ebenfalls zur Behandlung von Parodontitis, chronischer Gastritis, Magengeschwür und Zwölffingerdarmgeschwür (ohne deutliche Verschlechterung des Krankheitsbildes), Dyskinesie der Gallenwege und des Darms (hypokinetischer Typ) und Colitis (symptomatische Therapie).
Eine große Anzahl von Arzneimitteln aus dem Chaga findet sich auch in den Apotheken, so alkoholische Tinkturen, Tabletten, Cremes usw. Vorwiegend wird der Pilz verwendet bei Magengeschwür, besonders Krebs der Speiseröhre und anderer innerer Organe, einschließlich in jenen Fällen, wo sich der chirurgische Eingriff und die radiale Therapie verbieten. Es ist nachgewiesen, dass der Chaga in den Anfangsstadien der Entwicklung des Krebses die Entwicklung der Geschwulst aufhalten kann und die Schmerzen lindert. Er verbessert das allgemeine Befinden der Patienten, aber ist kein radikales Heilmittel für die Behandlung bösartiger Bildungen, denn er zerstört die Krebsgeschwülste nicht. Der positive Einfluss der Präparate des Chaga auf die Tumorprozesse erklärt sich durch die Anwesenheit von Pterin, das zytostatisch wirkt. Er kann er in einer symptomatischen Behandlung das Allgemeinbefinden von Krebspatienten wesentlich verbessern. Experimentelle Studien zeigten, dass Chaga das Wachstum einiger Tumore hemmt. Auch ist er nützlich bei Bronchitis und Lungentuberkulose.

Die medikamentösen Präparate des Chaga gelten als aktive Bio-Gen-Stimulatoren. Sie stärken das Immunsystem, verstärken den Zellschutz des Organismus, fördern das zentrale Nervensystem und verbessern den Stoffwechsel. Der Pilz verstärkt die Tätigkeit des Gehirns und gilt darauf als wohltuend, weil er den Stoffwechsel aktiviert und das Gehirn beginnt, um vieles aktiver zu arbeiten. Aber auch bei Stoffwechselstörungen, wie eine schlechte Verdauung, ist der Pilz wirksam. Er erneuert die Fermentprozesse, wenn sie viel zu langsam verlaufen. Die Herzgefäße und die Atmungssysteme leben unter der Einwirkung des Pilzes buchstäblich auf. Es ist bekannt, dass der Chaga auch im Kampf gegen Psoriasis, einer Autoimmunerkrankung der Haut, erfolgreich verwendet wird. Auch bei chronischen Erkrankungen der Leber wird er eingesetzt.

Nach wissenschaftlichen Forschungen beruht die Antitumor-Wirkung des Chaga auch auf einem im Pilz enthaltenen starken Antioxidanten – dem Polyphenol. Er behindert ebenfalls die Wirkung von Krebserzeugern oder Krebserregern aus der Umwelt und verringert wesentlich das Risiko an Krebs der Brustdrüse, des Magens, der Lungen, des Darms, der Leber, der Haut, der Prostata und der Bauchspeicheldrüse zu erkranken.

Unter den häuslichen Bedingungen werden in Russland traditionell aus dem Chaga verschiedene Aufgüsse und Sude zubereitet. In einigen sibirischen Gebieten, wo solche Aufgüsse anstelle von Tee getrunken werden, zeigen die Statistiken, dass an diesen Orten bedeutend weniger Menschen mit Krankheiten des Magen-Darm-Kanals belastet sind, als in anderen Regionen.
Nur bei einer chronischen entzündlichen Erkrankung des Dickdarms (Dysenterie) wird die Einnahme des Chaga nicht empfohlen. Bei allen anderen Krankheiten hilft er immer dem Menschen.

R E Z E P T E

In der Volksmedizin wird beispielsweise der folgende Aufguss aus dem Chaga für die Behandlung von Erkrankungen des Magens verwendet:

Übergießen Sie einige ausgewaschene getrocknete Stückchen des Chaga mit ein wenig abgekochtem kaltem Wasser, lassen sie 4 bis 5 Stunden einweichen, zerreiben sie dann auf dem Reibeisen oder drehen sie durch den Fleischwolf. Von der Masse übergießen Sie je 1 Teil Pilzmasse mit je 5 Teilen abgekochtem Wasser (die Temperatur des Wassers soll nicht höher als 50 °С sein, da bei höherer Temperatur die nützlichen Inhaltsstoffe des Pilzes ihre Aktivität verlieren), lassen den Aufguss für 48 Stunden stehen, sieben ihn durch und ergänzen dann die Flüssigkeit, in der die Pilzstückchen eingeweicht wurden.
Den Aufguss können Sie an einem kühlen Ort bis zu 4 Tage aufbewahren. Vom Aufguss trinken Sie täglich 3-mal 30 Minuten vor dem Essen 0,25 l.

Während der Behandlung mit dem Chaga wird eine Milch-Pflanzendiät empfohlen. Der Umfang an Fleischlebensmitteln und Fetten ist zu beschränken. Räucherwaren, sehr scharfe Lebensmittel und Gewürze werden ausgeschlossen.
Die Kur dauert über 3 bis 5 Monate. Darin enthalten sind Einnahmepausen von jeweils 7 bis 10 Tagen nach jedem Monat. In dieser Zeit ist es nützlich täglich bis zu 0,5 l frischen Möhrensaft (Daucus carota) zu trinken, denn der Pilzaufguss kann vereinzelt zu einer Verstopfung führen.

Produkte aus Chaga können Sie unter Shop-AMAZON finden.

Schmerzen – durch Ablagerungen in der Wirbelsäule

Schmerzen in der Wirbelsäule

Um Schmerzen in der Wirbelsäule, die durch die Ablagerung von Salzen entstehen, zu lindern und den allgemeinen Zustand wieder zu verbessern, kann die Kombination der folgenden Heilmethoden und Heilmittel aus der russischen Volksmedizin sehr nützlich sein:

Physiotherapie mit einem hölzernen Hämmerchen

Machen Sie sich ein hölzernes Hämmerchen mit einem langen Griff und etwa 1 cm² großer Hammerfläche und kleben auf die Hammerfläche ein etwa 1 mm dickes weiches Gummistück. Danach nehmen Sie das Hämmerchen in die rechte Hand und beklopfen damit (allmählich verstärkend) die rechte Schulter, das Schulterblatt und die Wirbelsäule, später erfolgt dasselbe auf der linken Seite des Körpers.
Mit dem Hämmerchen wird immer von oben nach unten geklopft, jedoch niemals auf den Halsbereich.
Diese Anwendung kann sitzend am Abend, vor dem Fernseher, am Morgen vor dem Frühstück oder zu jeder anderen bequemen Zeit gemacht werden. Die Hauptsache ist, sie erfolgt regelmäßig.

Physiotherapie mit einem runden Stück Holz

Beschaffen Sie sich ein rundes Stück Holz mit dem Durchmesser von 5 cm bis 6 cm und einer Länge von 1 m bis 1,10 m, legen es auf den Boden, legen sich mit dem Rücken darauf und fahren damit wie mit einer Walze für 15 bis 20 Minuten auf dem Boden. Am nächsten Tag ist es möglich, dass diese Übung nur unter Schmerzen wiederholt werden kann, jedoch sind diese Schmerzen normal und können einige Tage anhalten.
Wenn Sie diese Übung regelmäßig machen, dann werden die Schmerzen schnell vergehen und ihre positive Wirkung wird spürbar.

Jodnetz mit Jodtinktur

Machen Sie nach den obigen zwei Übungen ein Jodnetz mit einer handelsüblichen Jodtinktur (5 %) aus der Apotheke. Es leistet die beruhigende Wirkung über die Haut, dehnt die Hautkapillaren aus, trägt zur Durchblutung bei und verringert die Stagnation in den erkrankten Bereichen. Auch lindert das Jodnetz die Schmerzen.
Dazu nehmen Sie ein Streichholz, wickeln auf dessen Ende ein Stückchen Watte, feuchten die Watte in dem Jod an und zeichnen damit auf jede schmerzende Stelle ein Gitternetz mittels Strichen (senkrechte und horizontale Streifen mit einer Breite von ungefähr 1 cm). Das machen Sie so lange bis das Jod nicht mehr von der Haut aufgesogen wird. Auch im Halsbereich kann das Jodnetz gemacht werden.

Das Jodnetz ist wirksamer, wenn es nach bestimmten Linien durchgeführt wird, da die Verbindung zwischen Punkten auf der Haut und inneren Organen existiert.
Es kann auch zur Behandlung der gesamten Wirbelsäule genutzt werden, da es bei den Schmerzerscheinungsformen einer Osteochondrose als ein linderndes und entzündungshemmendes Mittel wirkt.
Dazu führen Sie zuerst zu beiden Seiten der Wirbelsäule senkrechte und parallele Striche aus, beginnen durch die inneren Ränder des Schulterblattes, dann entlang der Wirbelsäule und in der Mitte zwischen diesen Linien und der Wirbelsäule. Die horizontalen Linien werden auf Höhe der Bandscheiben zwischen den einzelnen Wirbeln gemacht.

Hinweis: Beachten Sie, das Jodnetz darf nicht mehr als 2 bis 3-mal pro Woche aufgetragen werden und es ist nicht anzuwenden, wenn Fieber oder eine Jodallergie vorliegt.

Basilikum – eine Gewürzpflanze in der Küche

Basilikum

Basilikum, auch Basilienkraut genannt, stammt ursprünglich aus Südasien, Afrika und dem Iran. In Europa ist es als Garten-, Topf- und Gewürzpflanze eingebürgert. Das Basilienkraut hat kleine grüne Blätter und weiße Blüten. Es ist ein angenehm herb riechendes Gewürz, das an Gewürznelke erinnert und einen pikanten Geschmack hat. Zu den Inhaltsstoffen zählen ätherisches Öl, Gerbstoff, Saponin und Bitterstoffe. Schon seit Jahrtausenden wird Basilikum als Heilmittel eingesetzt, seine gesundheitsfördernde Wirkung ist heute medizinisch anerkannt. Tee aus Basilikum gilt als magenstärkend, appetitfördernd, windtreibend und hustenlindernd. Ebenfalls soll es bei Mageninfektionen und Nierenentzündungenlindernd wirken. Weiterhin wird ihm eine nervenberuhigende Wirkung nachgesagt. Verwendet wird es auch zum Gurgeln und zu Umschlägen bei Geschwüren. Für potenzsteigernde Effekte gibt es allerdings keinen Beweis. Statt dessen wird es benutzt, um die Produktion von Magensaft und die Verdauung anzuregen. Desweiteren gibt es einen relativ neuen wissenschaftlichen Beweis, dass Basilikum bei Müttern die Milchproduktion steigern kann. Zum Einsatz kommen zur Behandlung von Magen- und Verdauungsproblemen die Blätter der Pflanze. Sie enthalten ätherische Öle, Gerbstoffe und die Vitamin A, C, D und E sowie sämtliche B-Vitamine.

Ein Aufguss aus Basilikum kann bei Völlegefühl und Blähungen helfen

Dazu übergießen Sie 1 TL getrocknetes Basilikum mit einer Tasse heißem Wasser und lassen den Aufguss 7 Minuten ziehen. Trinken Sie 2 bis 3-mal täglich eine Tasse vor den Mahlzeiten.

Auch wird Basilikum in der Küche als ein wohlschmeckendes Gewürz verwendet

so in Suppen, Gemüse, Salaten, Soßen, Beizen, Braten, Tunken, Hackfleisch, Fischgerichten, Wurstwaren und in Pflanzenessig. Essig- und Salzgurken verleiht Basilikum ein vorzügliches Aroma.

Rezept

Auch zu einem Hähnchen paßt Basilikum als Gewürz hervorragend, beispielsweise:

Hähnchen mit Schinken

1 Hähnchen, 200 g Schinken, 1 EL Tomatenmark, 1 geriebene große Zwiebel, 1 TL Basilikum, 0,2 saure Sahne, 50 g geriebener Käse, etwas Mehl, etwas Butter oder Öl, Salz

Das Hähnchen zerlegen, salzen, in Mehl schwenken und in heißer Butter oder in heißem Öl schnell überbraten. Das Fleisch in ein tiefes feuerfestes Gefäß geben. Im Fett den in Streifen geschnittenen Schinken braten und auf das Hähnchen geben. Im verbliebenen Fett die geriebene Zwiebel rösten, das Tomatenmark und das Basilikum hinzugeben, mit etwas Wasser auffüllen, das Hähnchen mit der Mischung begießen und zugedeckt weich dünsten. Ist das Fleisch gar, in der sauren Sahne den geriebenen Käse verrühren, der Fleischsoße beigeben und nocnmals aufkochen lassen. Mit Reis und Salat reichen.

Guten Appetit!

Die heilende Kraft der Bäume in Glaube und Tradition

Die heilende Kraft der Bäume

Bereits seit uralten Zeiten ist die heilende Kraft und die Lebenskraft der Bäume bekannt. Die Menschen kamen zu ihnen, um die Heilung von Herzleiden und anderen körperlichen Gebrechen zu bekommen und mit Lebenskraft geladen zu werden oder suchten bei den Bäumen die Gabe der Vision.
Bei vielen Völkern entstanden Kulte zur Anbetung von Bäumen – der Baum wurde verehrt, denn er symbolisierte Lebenskraft, Weisheit, Ruhe, Erholung und Schutz.
In allen Religionen existiert ein gewisser Baum, der das Verbindungsglied zwischen dem Menschen, dem Gott und der Erde ist. Auch in der Mythologie vieler Völker zeigt sich diese sehr alte und enge Verbindung von Mensch und Baum, sogar ihre Existenz führen zahlreiche Völker auf Bäume zurück.
Baum und Mensch sind sich näher, als man denkt. Vieles von dem, was wir heute über Bäume wissen, stammt aus dem uralten Volksglauben und wurde durch Bräuche, Sagen und auch Lieder überliefert. Die Menschen waren Teil des Waldes, begriffen das Wesen der Pflanzen und sahen in ihnen nicht nur Nutzmittel. Unsere Vorfahren wussten ihre Eigenschaften auch als Heilmittel zu nutzen. Sie wussten, jede Baumart hat ihren Charakter und enthält eine ihr eigene Medizin.

Altgriechische Dichter, Heilende und Philosophen schrieben bereits darüber. Wie auch die altertümlichen Griechen, meinten die Druiden und Heiden der „Alten Rus“ nicht ohne Grund, dass die Bäume das Verbindungsglied zwischen dem Kosmos und der Erde sind. Die Druiden waren beispielsweise der Annahme, dass eine Quelle der kosmischen Kraft die Mistel – „das Kind der Leere“ ist. Die Verehrung der Mistel bei den altertümlichen Kelten wurde von den komplizierten Ritualen und Opferungen begleitet. So wurde die Mistel auf den sechsten Tag des zunehmenden Mondes gesammelt, mit einer goldenen Sichel abgeschnitten, wobei sie nicht auf die Erde fallen sollte.

Schema für die Arbeit mit der Kraft der Bäume

Auch die alten russischen Heilenden beachteten die heilende Kraft der Bäume. In der modernen Literatur wird über die Arbeit mit der Kraft der Bäume nur sehr wenig gesagt. Die Bäume werden grob auf „Spender“ und „Saugende“ unterteilt, das heißt – die Energie „spendend“ und die Energie „saugend“. Jedoch ist eine solche Gliederung zu sehr abstrakt und für die Praxis nicht brauchbar, da der Charakter der Erkrankung eines Patienten oft unklar ist und man sich daher in der Auswahl eines Holzhelfers irren kann.
Es daher sehr häufig anzutreffen, dass sich bei Menschen, die Bäume als Heilende verwenden, der Zustand nicht verbessert und es gegenteilig sogar zur Verschärfung der Erkrankung und zur bedeutenden Verschlechterung des Befindens führt.

Jedoch gibt es nach Ansicht der alten russischen Heilenden auch ein Schema für die Arbeit mit der Kraft der Bäume, das brauchbar für jeden Menschen ist, der an einem beliebigen Leiden erkrankt ist.
Das Besondere dabei ist, man darf nicht nur mit einem Baum arbeiten – sei es der „Spender“ oder „Saugende“.
Ein Überschuss an Energie kann zu Allergien, entzündlichen Prozessen und bei Menschen mit einer schwachen psychologischen Immunität, zur Aggression und Hysterie führen.
Der Mangel an Energie kann zur Schwäche, Depression und zu Erkrankungen führen, die mit den Prozessen der Stagnation im Organismus verbunden sind.
Daher spielt die richtige Ordnung in der Arbeit mit der Kraft der Bäume, nach Ansicht der alten russischen Heilenden, eine sehr bedeutende Rolle. Außerdem muss die Behandlung entsprechend dem ganztägigen energetischen Biorhythmus durchgeführt werden.

Bereits am frühen Morgen, mit dem Sonnenaufgang, beginnt sich der Körper mit seiner Arbeitsenergie aktiv zu füllen. Zu diesem Zeitpunkt muss man daher mit dem Baum-Spender anknüpfen. Solche geeigneten Bäume sind die Eiche, der Ahorn, die Birke und andere Bäume, die zu den festen Baumarten gehören. Mit ihnen muss man mit dem ganzen Körper anknüpfen – ihn umarmen. Dabei bildet nur eine Ausnahme die Eiche, an sie muss man sich mit dem Rücken anlehnen.

Nach dem halben Tag wird dann an einen Baum-Harmonisator angeknüpft, der die energetische Anstrengung aufheben wird und den Überfluss an Energie, die vom Spender gegeben wurde, ergreift und aufnimmt. Als Harmonisator verhalten sich Kiefer, Lärche, Weißtanne und Weide. Die harmonisierenden Bäume werden durch die Handflächen der Hände kontaktiert.

Am späten Abend, vor dem Einschlafen, soll die richtige Verteilung der Energie im Organismus durchgeführt werden. Hier wird der Helfer ein beliebiger Obstbaum sein, wie Apfel-, Birnen-, Pflaumen- oder Vogelbeerbaum. An diese Bäume wird mit der Stirn angelehnt.

Bei allen diesen Bäumen dauert die Sitzung etwa 15 bis 20 Minuten. Es sollten dafür immer Bäume ausgewählt werden, die in der Gruppe mit anderen Bäumen stehen, denn diese knüpfen besser an.
Auch lässt diese Methode zu, nach dem Ternärsystem (auch Dreiersystem) zu arbeiten, das bedeutet, mit der Aufnahme ihrer Energie, ihrer Anpassung und Verteilung. Deshalb ist sie nach Ansicht der alten russischen Volksheilenden nicht nur für die Behandlung beliebiger Erkrankungen, sondern auch für die Befreiung von einer Schädigung, wie an den Augen und bei anderen Schäden brauchbar.
Bei dieser Technik ist es auch für die Menschen gut, wenn sie auf eine vegetarische Ernährung übergehen, da sich damit der Körper an die Energie der Pflanzen anpasst.

Schmerzen – sanfte und natürliche Schmerzmittel

Schmerzen

sind vielfältigster Ursache. Oft sind Schmerzen mit Erkrankungen des stütz-motorischen Apparates verbunden, wie Neuralgie, Muskelschmerzen, Entzündungen der Muskeln und Nerven. Bei diesen Erkrankungen können auch natürliche Schmerzmittel, schmerzstillend und entzündungshemmend wirken, wie Salben, Linimente und Cremes, die in die Haut eingerieben werden und gegen die Schmerzen wirken.
Diese natürlichen Schmerzmittel tragen zur Entspannung der Muskeln bei, verbessern die Stoffwechselprozesse, den Blutkreislauf und erhöhen die Elastizität der Bänder.
Sie führen zu einem verstärkten Blutzufluss an jene Stelle, die eingerieben wurde, wobei die Empfindung der Wärme entsteht und die Haut errötet. Der sich dadurch steigernde Stoffwechselprozess hilft die Schmerzen von der betroffenen Stelle abzunehmen.
Zu den Inhaltsstoffen dieser Schmerzmittel gehören lindernde Stoffe, die auf die Rezeptoren der Haut und den subkutanen Zellstoff einwirken. Sie haben einen ablenkenden Effekt, in dem sie zum Kribbeln und Brennen führen.

Schmerzmittel

Die moderne Medizin unterscheidet bei den Schmerzmitteln hauptsächlich nach drei große Gruppen – einfache Schmerzmittel („nichtopioide Analgetika“), darunter auch pflanzliche Schmerztherapeutika und Homöopathika, starke Schmerzmittel (Opioide) und betäubende Mittel (Lokalanästhetika).
Bei leichten und mittleren Schmerzen sind auch pflanzliche Mittel zur Schmerzlinderung gut geeignet. Sie können meist rezeptfrei aus der Apotheke bezogen oder selbst hergestellt werden.

Für die Behandlung von Radikulitis, Neuralgie und kranken Gelenken werden Salben mit Bienengift verwendet. Sie verringern die Schmerzen, verzögern die entzündlichen Prozesse und haben einen ablenkenden Effekt.
Es gibt auch Salben auf der Grundlage von Schlangengift, die über einen aufsaugenden Effekt verfügen und das Immunsystem aktivieren. Auch das Schlangengift wirkt gegen die Schmerzen. In den Apotheken gibt es eine große Auswahl dieser Salben.

Die am meisten in Russland verbreitete Salbe ist „Viprosal“, die das Gift der Levanteotter enthält und der Weißtannenöl, Kampfer und andere Stoffe beigefügt sind.
Von den nach Russland importierten Cremes und Salben wird unter anderen „Finalgon“ empfohlen, deren Wirkstoff ein Extrakt des Cayennepfeffers ist.
Für die Behandlung von Radikulitis und Neuralgie eignen sich ebenfalls Pfefferpflaster. Diese herkömmlichen Wärmepflaster enthalten Capsicain oder eine synthetische Form davon, das eine Hautreizung verursacht und auf diese Weise die Durchblutung anregt. Besonders reichhaltig ist das natürliche Capsicain in scharfen Paprikasorten enthalten.

Verstärkung der Wirkung von Salben und Cremes

Die Heilwirkung der Salben und Cremes können Sie verstärken, in dem der wunde Punkt vor der Einreibung mit warmem Seifenwasser abgewaschen und nach dem Auftragen der Salbe oder Creme, mit einem wollenen Tuch oder Schal eingewickelt wird.
Einreibungen sollten immer in kleinen Dosen beginnen, da es die Allergie gegen einzelne Wirkstoffe geben kann.

Selbstgemachte einfache Schmerzmittel

Natürlich können Schmerzen auch mit selbstgemachten natürlichen Schmerzmitteln wirksam gelindert werden. Sie nutzen die gleichen Wirkstoffe, wie sie auch in der Industrie für die Herstellung von schmerzstillenden und entzündungshemmenden Heilmitteln verwendet werden.

R E Z E P T

Eines dieser selbstgemachten Schmerzmittel gegen Schmerzen aus der russischen Volksmedizin möchte ich Ihnen vorstellen.

Mischen Sie je 0,25 l Sonnenblumenöl und Kerosin (Petroleum), geben die Mischung in eine Flasche und fügen 5 bis10 scharfe rote Paprikafrüchte (Chili, Peperoni, Cayennepfeffer) hinzu. Dazu drehen Sie die Paprikafrüchte zuvor durch einen Fleischwolf.
Die Flasche stellen Sie fest verschlossen für 9 Tage an einen warmen Ort, dabei täglich durchschüttelnd.
Mit der fertigen Mischung reiben Sie das Gebiet des Schmerzes für die Nacht ein und ziehen am Morgen wollene Unterwäsche und Socken an.

Das Heilmittel kann über mehrere Monate in der fest geschlossenen Flasche gelagert werden, ohne dass es seine Wirksamkeit verliert.

Weitere Rezepte für derartige Schmerzmittel, die schmerzstillend und entzündungshemmend wirken, können Sie unter anderem hier finden: Pflanzen – entzündungshemmend und ausführend

Kefir – ein natürliches traditionelles Heilmittel

Traditioneller Kefir

Kefir, auch Milchkefir genannt, wird mit Kulturen vom tibetischen- oder kaukasischen Milchpilz hergestellt. Dem Aussehen nach erinnert der gesunde Milchpilz mit seiner weißen Farbe an gekochte Reiskörner. Am Anfang hat er die Größe von 5 bis 6 mm und er wird im Laufe seiner fortlaufenden Teilung bis zu 50 mm groß, oft zerfällt er jedoch von selbst in kleinere Pilzknollen. Je nach den Umgebungsbedingungen verdoppelt er die Masse bei Raumtemperatur in etwa 2 bis 4 Wochen.
Der Pilz lebt und pflanzt sich in Milch fort, dabei entsteht der Milchkefir, zu dessen Inhaltsstoffen die Vitamine A, B1, B2, B6, B12, C und D sowie Kalzium, Eisen, Jod, Niacin, Folsäure, Proteine, Polysaccharide, Milchsäurebakterien (auch genannt: Lactobacillales, Laktobazillen oder Sauermilchbakterien), Hefepilze und eine minimale Menge Alkohol gehören.

Kefir wurde erstmals durch den russischen Zoologen, Anatomen und Bakteriologen Professor Ilja Iljitsch Metschnikow um 1900 erforscht, dem Begründer der Probiotik. Im Jahre 1908 erhielt er für seine Forschungen im Bereich der Immunologie den Nobelpreis und gilt seither als einer der Begründer der modernen Immunologie.

In Russland gilt der Kefir seit langer Zeit als ein Elexier der Gesundheit

wegen seiner einzigartigen Fähigkeit, die Darmflora und insgesamt die Gesundheit unseres Körpers als Ganzes positiv zu beeinflussen. Die Kefirpilze enthalten eine ganze Kolonie von verschiedenen Organismen, Streptokokken, Bazillen, Bakterien und Hefen. Alle diese Mikroorganismen wirken zusammen gegen die schädliche krankheitserregende Flora im Körper. Das Getränk hilft bei Darminfektionen und Tuberkulose, da es einige Krankheitserreger abtöten kann und läßt auch wieder eine gesunde Darmflora bei einer Dysbakterie entstehen, die beispielsweise durch Antibiotika verursacht wurde.
Der Gebrauch von Kefir kann ein ausgezeichneter Begleiter für das Immunsystem sein. Auch kann er das Problem von chronischer Müdigkeit, Schlafstörungen und Nervosität lösen.
Dem Kefir werden viele Heilwirkungen nachgesagt, so bei Allergien, Erkrankungen der Leber, Gallenblase, löst Gallensteine, Herzerkrankungen, Magengeschwür und Darmkrämpfe auf, hält die Arteriosklerose der Blutgefäße an, hat eine antimikrobielle und entzündungshemmende Wirkung, reguliert den Blutdruck, kann die Entwicklung von Krebszellen anhalten, reguliert den Zustand von Müdigkeit und Verschleiß des Organismus, hält das Altern der Zellen im Organismus an, behandelt die Parodontitis, reinigt den Organismus vollständig von Schlacken, führt schädliche Stoffwechselprodukte, Cholesterin, Schwermetallsalze und Radionuklide heraus, erhöht die Leistung und die inneren Reserven des Organismus, verbessert das Gedächtnis und die Aufmerksamkeit und stärkt das Immunsystem.

Zur Bereitung des Kefir

werden die Pilzknollen für 1 bis 2 Tage, aber auch bis 3 Tage, in Kuh-, Ziegen- oder Schafsmilch (Kondensmilch ist nicht geeignet) gegeben. Die optimalen Temperaturen für die Arbeit des Pilzes liegen im Bereich von 10 °C bis 25 °C (die Temperatur sollte 30 °C nicht überschreiten, denn das verträgt der Pilz schlecht). Dabei wird die Milch fermentiert und je nach Gärdauer und Temperatur bekommt das Getränk einen Alkoholgehalt von 0,2 Prozent bis etwa 2 Prozent. Das cremige Getränk hat einen leicht säuerlichen Geschmack und erinnert an frische Buttermilch. Nach Abschluss der Gärung wird der Kefir durch ein Kunststoffsieb geschüttelt und dabei von den Pilzknollen (die Pilzknollen niemals mit Metall in Berührung bringen, denn das würde sie zerstören) getrennt. Die Pilzknollen werden erneut mit Milch angesetzt und dabei 1 bis 2-mal wöchentlich mit lauwarmem Wasser abgespült. Für eine „Kefirpause“ können die Knollen in 1 l Milch gelegt und dann 2 bis 3 Wochen ohne Probleme im Kühlschrank lagern. Dazu sollte immer ein fest geschlossenes Glas verwendet werden.
Eine andere Empfehlung ist die Einlagerung der Pilzknollen in einer Wasser-Milch-Mischung (empfohlen wird das Verhältnis von 65% Wasser und 35% Milch). In dieser Form sollen die Pilzknollen auch bis zu 3 Wochen im Kühlschrank überdauern können. Danach benötigt der Milchpilz jedoch einige Tage, bis er wieder zu vollen Kräften kommt.
Das Einfrieren der Pilzknollen wird nicht empfohlen, da es meist zur Zerstörung des Pilzes führt.

Bei der Anwendung

von Kefir sollte man jedoch nicht davon ausgehen, dass sofort mit der ersten Aufnahme eine spürbare Heilwirkung empfunden wird. Meist treten derartige Empfindungen erstmals nach etwa 2 bis 3 Monaten auf. Als traditionelles Heilmittel ist Kefir ein natürliches Probiotikum und zählt zu den Lebensmitteln, die über heilende Eigenschaften verfügen. Wie alle traditionellen Heilmittel wird Kefir für die Entfernung der Ursachen einer Erkrankung eingesetzt. Eine seiner Haupteigenschaften ist die Aktivierung des Körperstoffwechsels, was dem Körper hilft, sein eigenes Reparaturprogramm zur Bekämpfung einer Krankheit aufzunehmen und erfolgreich durchzuführen. Bei dieser „Reparaturarbeit“ hilft der Kefir dem Körper. Längerfristige kurmäßige Anwendungszeiträume, die unter Umständen bis zu 1 Jahr und darüber hinaus währen können, um beispielsweise eine gestörte Darmflora (Dysbakterie) wieder zu reparieren, sind in diesem Zusammenhang völlig normal und stehen in Übereinstimmung mit den Erfahrungswerten der traditionellen Medizin. Im Einzelfall kann auch eine individuell auf den Patienten abgestimmte Dosierung und Anwendungsempfehlung nötig sein.

R E Z E P T E

Im Folgenden einige Beispiele für die Anwendung des Kefir als natürliches Heilmittel in der traditionellen russischen Medizin:

Wenn der Kefir ungewohnt ist, dann wird in den ersten Tagen der Kefiraufnahme die Aktivität des Magens heftig erhöht, es tritt verstärkte Gasbildung im Darm auf und flüssiger Stuhl ist möglich. Bei Vorhandensein von Erkrankungen der Leber und Nieren können unangenehme Empfindungen im Gebiet der kranken Organe auftreten. Allerdings werden diese Erscheinungen als normal angesehen und die Einnahme des Kefirs soll nicht unterbrochen werden. Nach 10 bis 12 Tagen hört die stürmische Reaktion des Organismus auf und es tritt die Verbesserung des allgemeinen Zustandes ein.
In dieser Gewöhnungsphase sollen täglich nur 0,25 l Kefir getrunken, auf alkoholische Getränke verzichtet und fette sowie scharfe Lebensmittel einschränkt werden.
Bei bestimmten Erkrankungen ist Kefir nur mit Vorsicht in der Ernährung zu verwenden. Beispielsweise kann ein dreitägiger starker Kefir ernsthafte Schwierigkeiten bei Patienten mit Magengeschwür oder Zwölffingerdarmgeschwür, erhöhtem Magensäurespiegel, Gastritis und Pankreatitis verursachen.

Kefir zur Prophylaxe

Zur Prophylaxe werden täglich 0,5 bis 0,8 l Kefir empfohlen. Die Menge wird in 4 Portionen aufgeteilt und vor dem Essen getrunken. Kinder sollen nicht mehr als 0,5 l Kefir am Tag trinken.
Für eine Kur wird von 3 Wochen bis zu 3 Monaten die Aufnahme von Kefir empfohlen. Nach einer monatlichen Pause kann die Kur wiederholt werden.

Kefir bei einer Dysbakterie

Bei einer Dysbakterie wird über 1 Jahr täglich 1 bis 2-mal 30 Minuten vor dem Essen oder 90 Minuten vor dem Schlaf 0,25 l Kefir empfohlen. Dabei soll nach jeweils 20 Tagen Kefir-Aufnahme eine Pause von 10 Tagen sein.

Kefir bei einem Magengeschwür

Bei Magengeschwür und Darmkrampf wird sofort nach dem Schlaf 1 Glas Wasser vermischt mit ½ EL Honig, vor dem Essen jeweils 125 ml frischer Weißkohlsaft und nach dem Essen 125 ml Kefir empfohlen. Vor dem Schlaf kann zusätzlich ½ TL Olivenöl eingenommen werden.

Kefir bei Erkrankungen der Leber

Bei Erkrankungen der Leber wird vor jedem Essen 125 ml frischer Gurkensaft und vor dem Schlaf 125 ml Kefir empfohlen.

Hinweis: Industriell hergestellter und im Handel angebotener Milchkefir entspricht in seiner Zusammensetzung leider nicht dem traditionell mit dem tibetischen- oder kaukasischen Milchpilz hergestellten Getränk, denn es wird in der Industrie mit anderen Bakterienkulturen gearbeitet. Ursächlich dafür ist, dass sich die traditionelle Pilzkultur für eine Verwendung in der industriellen Produktion nicht eignet. Dadurch fehlen dem industriell hergestellten Milchkefir viele wichtige Inhalte, die die gesundheitlichen Wirkungen des traditionellen Kefir begründen.

Das traditionelle Getränk ist nach angemessener Gärdauer frei von Laktose. Aufgrund seiner Eigenschaften ist er in Absprache mit dem Arzt oder Heilpraktiker auch für Diabetiker geeignet.

Hier können Sie Anbieter von Startsets für die Bereitung des traditionellen Kefir finden.

Pflanzen – entzündungshemmend und ausführend

Pflanzen

können wesentliche Helfer bei den Erkrankungen der Wirbelsäule und Gelenke sein. Zum Ersten die Pflanzen, die eine entzündungshemmende und schmerzstillende Funktion erfüllen sowie die Prozesse des Stoffwechsels im Organismus normalisieren. Zum Zweiten die Pflanzen, die fähig sind aus dem Organismus die Salze herauszuführen, das sich in festen und weichen Zuständen im Organismus angesammelt haben. Pflanzen sind Naturheilmittel, die auf natürliche Weise heilen, wenn sie richtig angewendet werden. Die Natur gibt uns für fast jede Krankheit ein Heilmittel, wir müssen es nur finden, darüber wissen und es anwenden.

Entzündungshemmende und normalisierende Pflanzen bei Erkrankungen der Wirbelsäule und Gelenke

Beispielsweise helfen bei den Arthritiden, dem Rheuma und der Gicht – Pflanzen wie  Rainfarn (Tanacetum vulgare), Flieder (Syringa), Sellerie (Apium graveolens) und Rettich (Raphanus).

Beim Schmerz in Gelenken und Lende

Geben Sie 1 EL getrockneter Blütenkörbe des Rainfarns in eine Thermoskanne, übergießen sie mit 0,25 l kochendem Wasser, lassen die fest geschlossene Kanne 2 Stunden stehen und sieben dann die Flüssigkeit durch. Von dem Aufguss nehmen Sie über 3 Wochen 3 bis 4-mal täglich 1 EL 20 Minuten vor dem Essen ein.

Beachten: Rainfarn ist giftig und darf nicht überdosiert werden.

Vermischen Sie 375 ml Rettichsaft mit 250 ml Honig, 125 ml Wodka (40%) und 1 EL Salz. Von der Mischung trinken Sie täglich vor dem Schlaf 250 ml, bis sich der Zustand gebessert hat. Mit der Mischung können auch die wunden Punkte eingerieben werden.

Allgemein bei Arthritis und Gicht

Füllen Sie eine Flasche mit getrockneten Fliederblütenknospen und übergießen sie mit 0,5 l Wodka (40%), dann die fest geschlossene Flasche 8 bis 10 Tage stehen lassen, dabei öfters durchschütteln. Nehmen Sie von dem alkoholischen Auszug 2 bis 3-mal täglich 30-40 Tropfen ein, bis sich der Zustand gebessert hat. Mit dem Auszug können auch feuchte Kompressen oder Einreibungen der wunden Punkte gemacht werden.

Pressen Sie den Saft aus einer frischen Selleriewurzel und trinken davon 2 bis 3-mal täglich 120 ml, bis sich der Zustand gebessert hat. Oder, übergießen Sie 1 EL geriebener frischer Selleriewurzel mit 0,5 l kochendem Wasser, den Aufguss 4 Stunden stehen lassen und dann durchsieben. Davon trinken Sie 3 bis 4-mal täglich 30 Minuten vor dem Essen 2 EL, bis sich der Zustand gebessert hat.

Salze aus Wirbelsäule und Gelenke herausführende Pflanzen

Beispielsweise helfen Pflanzen wie Wurzelpetersilie (Petroselinum crispum ssp. tuberosum) und Wassermelone (Citrullus lanatus) – Salze aus dem Organismus herauszuführen.

Drehen Sie 0,25 l Wurzelpetersilie durch den Fleischwolf, legen die Masse in ein Glas oder emailliertes Geschirr, übergießen sie mit 0,5 l kochendem Wasser, decken den Aufguss ab, lassen ihn bis zum Morgen stehen, sieben ihn dann durch 2 bis 3 Schichten Mull und ergänzen danach den Saft einer Zitrone. Von der Mischung trinken Sie 2-mal täglich 80 ml, bis sich der Zustand gebessert hat.

Schälen Sie die obere Schicht einer Wassermelone ab (die dunkelgrüne Farbe), raspeln und trocknen dann die Schale, zermahlen die getrockneten Stücke zu Pulver und bewahren es in einem dicht geschlossenem Glas auf. Von dem Pulver nehmen Sie 2 bis 3-mal täglich ½ -1 EL ein.

Beachten: Das sehr starke Mittel kann im Laufe des Gebrauches zu einer Absenkung des Kaliumniveaus im Blut führen. Deshalb muss die Behandlung mit Lebensmitteln kombiniert werden, die dem Organismus Kalium wieder zuführen, wie getrocknete Aprikosen, Rosinen, Nüsse, Honig und gebackene Kartoffeln.

Die traditionelle russische Medizin in der Geschichte

Traditionelle russische Medizin

Während ihrer langen Geschichte hat die traditionelle Medizin eine Vielzahl von pharmakologischen und anderen Mitteln zur Exposition durch Menschen angesammelt. Allein die Auflistung von Heilpflanzen, die von vielen Völkern in der traditionellen Medizin verwendet werden, ergibt mehr als zehntausend. Die traditionelle Medizin, mit ihrem Wissen über die Heilkräfte von Pflanzen, Objekten, Tieren und Mineralien, Rezepten und Heilmethoden zur Behandlung und Betreuung der Kranken, hatte ihre Ursprünge bereits an der Schwelle der Existenz des Menschen (siehe auch: Anfänge der Heilung von Krankheiten durch den Menschen) und entstand aus seinem Bedürfnis – das Leiden zu heilen.

Früheste schriftliche Belege

über eine Verwendung von pflanzlichen Heilmitteln wurden aus der Kultur der Sumerer gefunden, die einst auf dem Territorium des heutigen Irak lebten. In Assyrien und Babylonien fanden Forscher Aufzeichnungen über die Verwendung von Bilsenkraut, Stechapfel und Süßholzwurzel für medizinische Zwecke.
Auch im alten Ägypten wurden Pflanzen für gezielte Behandlungen verwendet. Beispielsweise ist bekannt, dass die Pflanzen nicht nur in ihrer reinen Form, sondern auch für die Herstellung von verschiedenen Salben und Ölen verwendet wurden. Einige dieser Rezepte blieben bis heute erhalten. Auch wussten die Priester, wie man Pflanzen nicht nur für medizinische Zwecke verwendet, sondern auch als Mittel zur Einbalsamierung. Deshalb können wir heute die Mumien der Pharaonen nahezu unverändert sehen. Im antiken Griechenland studierten Philosophen und Ärzte die Kräuter und fertigten darüber umfassende Aufzeichnungen an. Dabei sammelten sie das alte Kräuterwissen der Volksmedizin auf einer empirischen Grundlage und machten es für die Verwendung in der klassischen Medizin nutzbar. Beispielsweise ordnete und beschrieb Hippokrates über 200 Kräuter. Auch beim antiken römischen Arzt Claudius Galenus waren Rezepte und Beschreibungen von Kräutern der Gegenstand einer seiner Abhandlungen. Claudius Galenus war davon überzeugt, dass trockene Kräuter eine mächtige Heilkraft haben können, jedoch müssen sie zuvor unbedingt in Wasser gelegt werden. Dank dieser genialen Erkenntnis erfand er eine Vielzahl von Tees und Tinkturen, die in der Lage waren, Milliarden von Menschen seit vielen Jahrhunderten zu heilen und noch heute in der medizinischen Praxis verwendet werden.

Einen erheblichen Beitrag zur Förderung der Entwicklung

der traditionellen Medizin und heutigen Schulmedizin leisteten auch östliche Länder wie Korea, Japan, Indien und China. Kräuter wie Knoblauch, Ginseng, Zwiebeln, Herzgespann und Ingwer waren und sind sehr beliebt in Rezepten. Sie wurden auch zuerst in diesen Ländern eingesetzt. Die östliche Praxis wird durch ein spirituelles und philosophisches Prinzip charakterisiert. Alle Argumente beinhalten eine Kombination von physischem und geistigem, die Einheit und den Kampf der Gegensätze, und natürlich, Ruhe und Ausgeglichenheit. In Russland und in Europa wurden in der traditionellen Medizin nicht nur die pflanzliche Therapie, sondern auch verschiedene Beschwörungen und Zaubersprüche verwendet. Diese medizinische Magie hatte ihre Ursprünge in der animistischen Glaubens- und Fantasiewelt der altertümlichen Jäger- und Sammlergesellschaften und blieb auch nach der Christianisierung der Völker in der Volksmedizin erhalten.

Über Jahrhunderte existierte die traditionelle Medizin

parallel zur ärztlichen Medizin. Daher kann man heute nicht immer genau bestimmen, woher einige der von der klassischen Medizin in der Vergangenheit verwendeten Medikamente oder medizinische Geräte stammen. Diese Unterscheidung ist jedoch insbesondere für Historiker der Medizin wichtig, da sich aus der Herkunft eines Rezepts oder eines medizinischen Ansatzes aus der Medizin der Vergangenheit, die Rationalität und Effizienz im Hinblick auf die moderne medizinische Wissenschaft ableiten lassen.

In den Anfängen der traditionellen russischen Medizin (siehe auch: Ursprünge der russischen Volksmedizin) riefen die Menschen Hexen und Zauberer zu den physischen und psychischen Krankheiten, den Leiden der Tiere oder um böse Geister aus dem Haus zu vertreiben. Diese alten Volksheiler hatten jedoch bereits ein großes Arsenal an Werkzeugen, darunter eine Vielzahl an Kräutern.
Ihr Arsenal enthielt durchschnittlich mindestens 12 Kräuterarten, wobei sehr erfahrene Volksheiler bis zu 99 verschiedene Pflanzen verwendeten. Aus den Pflanzen wurden Medikamente bereitet, wie Aufgüsse, Sude, Tinkturen, Pulver und Salben. Die Kräuter wurden an bestimmten Tagen und Stunden gesammelt, berücksichtigend den Zeitpunkt der Blüte, den Phasen des Mondes, den Stand der Sonne, mit oder ohne Tau und vielem mehr.
Auch magische Praktiken und die Einflussnahme auf die Psyche des Kranken gehörten zum Arsenal dieser Heiler. So wird beispielsweise bis heute die Hilfe und Kraft des Himmels angerufen, um die Heilung für den Kranken zu erbitten.
Vieles aus der Praxis dieser alten Kräutermedizin und den Techniken zur Beeinflussung der Psyche des Kranken, ist heute für Wissenschaftler und Ärzte im Zeitalter der modernen Medizin sehr interessant. Einiges von diesem alten Wissen fand bereits mehrfach seinen Eingang in die moderne Medizin.

Weit verbreitet ist die Verwendung von Pflanzen

in der traditionellen Medizin der Völker von Ost-Asien, China, Tibet, Indien, Japan, Korea und in Bulgarien, Frankreich und noch vielen anderen Ländern.
Es ist heute bekannt, dass die Verwendung von Medikamenten pflanzlichen Ursprungs vor allem wegen ihrer hohen biologischen Aktivität erfolgt. Natürliche chemische Verbindungen sind in der Regel weniger schädlich in ihren Auswirkungen auf den menschlichen Körper als ihre synthetischen Gegenstücke und Substanzen mit künstlich etablierter Struktur. Das ermöglicht wiederum ihre Verwendung bei chronischen und in einigen Fällen akuten Krankheiten oder zur Vorbeugung von verschiedenen Krankheiten.
Die heute zu einer Reihe von pflanzlichen Medikamenten zur Verfügung stehenden Daten, belegen die besondere Wirkung der in Pflanzen gefundenen komplexen Stoffe, im Vergleich zu “reinen” Präparaten. Das ist darin begründet, weil der Prozess des Lebens eine Vielzahl von Substanzen bildet, von denen viele eine deutliche Wirkung auf den menschlichen- und tierischen Körper haben.

In der heutigen pharmazeutischen Industrie

sind Pflanzen eine wichtige Quelle für die Produktion von verschiedenen Arzneidrogen. Über 30% der Arzneimittel sind aus Pflanzen und jedes dritte Medikament auf dem Weltmarkt ist eine Arzneidroge pflanzlichen Ursprungs. Darüber hinaus sind die Kosten von Heilpflanzen in den meisten Fällen deutlich niedriger als die künstlicher Rohstoffe.

Jedoch, auch die Verschreibung von Heilpflanzen muss angemessen sein. Ihre Heilmöglichkeiten zur Heilung einer Krankheit müssen zuvor kritisch geprüft und je nach der Krankheit, kann die Kräutermedizin dann entweder allein oder als Bestandteil einer gemeinsamen komplexen Behandlung verwendet werden.

Die russische Volksmedizin schöpft ihre Stärke

aus den Ressourcen der Natur. Oft werden wilde Pflanzen verwendet, die meistens reich an Vitaminen und ätherischen Ölen sind. Erste schriftliche Überlieferungen zu dieser Medizin datieren aus dem 11. Jahrhundert, aus der Zeit der Kiewer Rus. Sehr beliebt waren bei den volkstümlichen Heilmitteln Medikamente aus Pflanzen, wie Salbei, Brennnesseln, Spitzwegerich, Rosmarin, Lindenblüten, Birkenblätter, Rinde von Esche und Wacholder sowie Zwiebeln, Knoblauch, Meerrettich, Birkensaft und viele andere. Heilen in Russland ohne solche Kräuter wie Minze, Kamille, Eberesche, Brombeere, Eichenrinde, Himbeer- und Johannisbeerenblätter wird noch heute in vielen russischen Gegenden als „unmöglich“ angesehen.

Heute umfasst die russische Volksmedizin

ein komplexes System von Kenntnissen und Praktiken, die für Diagnose, Verhütung und Beseitigung von Störungen im physischen, psychischen und sozialen Gleichgewicht verwendet werden. Darin sind Konzepte zur Physiologie und Anatomie des Menschen, Ursache und Diagnose von Krankheiten, Behandlung von Wunden, Verletzungen oder Schädigungen des Körpers, Pharmakologie, Geburtshilfe, Gynäkologie, Psychotherapie, Physiotherapie und Pädiatrie enthalten sowie auch Sanitär-, Hygiene- und Kosmetikkonzepte. Auch ist es so gestaltet, nicht nur zu behandeln, sondern Krankheiten bereits durch die Bereitstellung von Prävention, Abwasserentsorgung und Hygiene, vorzubeugen. Dabei unterstützt es den Menschen über seinen gesamten Lebenszyklus – von der Geburt bis zum Tod. Ebenfalls berücksichtigt es Alter und Geschlecht des Kranken, seine Umgebungsbedingungen, den Wohnort, die Zeit und auch die Mondphasen. Dabei bedient es sich einer vielschichtigen Sammlung an verfügbaren Heilmethoden der Pharmakologie und Massage-Therapie, Psychotherapie und Physiotherapie sowie der Diätetik, und ist ausschließlich auf Erfahrung und Beobachtung gegründet, weitergegeben von Generation zu Generation, sowohl mündlich als auch schriftlich. Darüber hinaus hat die russische Volksmedizin, wie jede andere traditionelle Medizin auch, noch ein weiteres und sehr attraktives Merkmal, es ist die Zuverlässigkeit der Heilmittel und Heilmethoden, die sie als praktischen Nutzen zur Verfügung stellt.

Im Artikel 50 des Gesetzes „Über den Gesundheitsschutz der Bürger der Russischen Föderation“ wird die Stellung und der Begriff der „Volksmedizin“ in Russland geregelt:

„Volksmedizin ist eine Heilmethode, die sich gründet in den nationalen Erfahrungen, die auf der Nutzung von Wissen und praktische Fertigkeiten in der Beurteilung und Wiederherstellung der Gesundheit beruhen. Zur Volksmedizin gehören nicht, die Erweisung der Dienstleistungen des okkulten und magischen Charakters sowie die Leistung von religiösen Riten.
Das Recht auf die Praktizierung der Volksmedizin hat ein Bürger, der eine Zulassung durch die Exekutive der Russischen Föderation auf dem Gebiet des Gesundheitswesens bekam…“

Auch im ältesten Gesetzbuch des russischen Rechts, das von Jaroslaw dem Weisen im ersten Quartal des 11. Jahrhunderts vorbereitet und dann wiederholt überarbeitet und erweitert wurde, gab es bereits gesetzliche Regeln für die Arbeit der russischen „Volksheiler“ (siehe auch: Die traditionelle Medizin in der Kiewer Rus).

Nesselsucht – Behandlung durch die Volksmedizin

Nesselsucht (Urtikaria)

zeigt sich durch die Bildung von Quaddeln auf der Haut. Diese Reaktionserscheinung der Haut kann durch verschiedene innere und äußere Reize ausgelöst werden, deren Auslöser sehr vielfältig sein können. Gewöhnlich dauert die Nesselsucht in der akuten Form weniger als 4 bis 6 Wochen. Wenn die Nesselsucht über diesen Zeitraum hinausgeht, dann spricht man von einem chronischen Krankheitsverlauf. Der Auslöser der Nesselsucht kann oft nicht sicher bestimmt werden. Die Betroffenen erleiden durch die Krankheit meist erhebliche Einschränkungen in ihrer Lebensqualität. Kennzeichnend für die Nesselsucht ist zunächst das Auftreten kleiner blassroter bis roter Erhebungen auf der Haut, die jedoch schnell größer werden und dann so genannte Quaddeln bilden. Diese jucken sehr stark und werden ähnlich der Reaktion nach der Berührung einer Brennnessel (Urtica) empfunden, deshalb auch die Namensgebung. Die Begleiterscheinungen der Nesselsucht zeigen sich meist in scharfen allergischen Reaktionen.
Für die Behandlung der Nesselsucht kennt die russische Volksmedizin verschiedene traditionelle Rezepte, die auch mit den Ursachen der Erkrankung arbeiten. Die dafür verwendeten natürlichen Heilmittel nehmen die Entzündung und das Jucken von der Haut ab und tragen dazu bei, dass die Haut wieder in den normalen Zustand zurückkehrt.

R E Z E P T E

Sechs dieser traditionellen Rezepte zur Behandlung der Nesselsucht möchte ich vorstellen. Davon können Sie ein beliebiges Rezept auswählen. Sie sollten jedoch immer Rezepte der innerlichen- und äußerlichen Anwendung kombinieren:

Die Wurzel vom Sellerie (Apium graveolens) wirkt gut bei Nesselsucht. Dazu übergießen Sie 1 EL geriebene Wurzel mit 0,25 l kaltem Wasser, lassen die Mischung 2 Stunden stehen und sieben sie dann durch. Von dem Aufguss nehmen Sie 3-mal täglich 20 Minuten vor dem Essen 2 EL ein.
Anstelle des Aufgusses können Sie auch täglich den frischen Saft aus der Selleriewurzel einnehmen. In diesem Fall nehmen Sie 3-mal täglich 20 bis 30 Minuten vor dem Essen 1-2 TL Saft ein.
Den Sellerie können Sie auch zur Prophylaxe von Nesselsucht anwenden.

Übergießen Sie 1 TL getrocknete Blätter der Weißbeerigen Mistel (Viscum album) mit 0,25 l kaltem Wasser, lassen die Mischung 12 Stunden stehen und sieben sie dann durch. Die Flüssigkeit trinken Sie täglich über den Tag verteilt aus, bis die Erkrankung abgeklungen ist.

Übergießen Sie 1 EL getrocknete Zapfen des Echten Hopfen (Humulus lupulus) mit 0,25 l kochendem Wasser, lassen den Aufguss 30 Minuten stehen und sieben ihn dann durch. Von der Flüssigkeit trinken Sie 3-mal täglich 80 ml, bis die Nesselsucht abgeklungen ist.

Die Zwiebel (Allium cepa) ist ebenfalls ein bewährtes Mittel bei Nesselsucht. Sie nimmt das Jucken und die Entzündung schnell von der Haut ab. Dazu vermischen Sie eine geschälte und geriebene Zwiebel mit 2 EL abgekochtem Wasser, feuchten in der Mischung einen Wattebausch an und reiben so täglich, bis zu Verbesserung des Zustandes, die betroffenen Stellen der Haut ab. Nach 15 bis 20 Minuten waschen Sie den Zwiebelauftrag von der Haut mit kaltem Wasser ab.

Übergießen Sie 200 g getrockneten Majoran (Origanum majorana) mit 2 l kochendem Wassers, lassen den Aufguss 30 Minuten stehen und sieben ihn dann durch. Die Flüssigkeit geben Sie täglich in ein Vollbad mit einer Wassertemperatur von 36 C° bis 37 C° und baden darin für 10 bis 15 Minuten, bis die Nesselsucht abgeklungen ist.

Nehmen Sie eine frische Große Brennnessel (Urtica dioica) mit ihren Wurzeln, waschen sie gründlich, geben sie in einen Topf und übergießen sie mit kaltem Wasser. Die Mischung aufkochen, noch 5 Minuten unter kleiner Hitze köcheln lassen und dann abkühlen. Den Sud geben Sie täglich in ein Vollbad mit einer Wassertemperatur von 36 C° bis 37 C° und baden darin für 10 bis 15 Minuten, bis die Nesselsucht abgeklungen ist.
Zur Verbesserung des Heileffekts soll der Kranke von dem Sud 3-mal täglich 30 Minuten vor dem Essen 80 ml trinken.

Hinweis: Bei allen heißen Bädern sollten Sie vorsichtig sein, denn es kommt dabei zu einer erhöhten Kreislaufbelastung.

Parodontitis – Behandlung mit natürlichen Heilmitteln

Parodontitis

syn. Entzündung des Zahnbettes, verläuft meist chronisch schubweise und betrifft vorwiegend Erwachsene. Sie ist nur selten schmerzhaft und führt, zumeist von den Betroffenen unbemerkt, erst nach Jahren zu Zahnlockerungen. Die Parodontitis ist eine bakteriell bedingte Entzündung, die nach apikaler und marginaler Form unterschieden wird und die zur weitgehend irreversiblen Zerstörung des Zahnhalteapparates führt. Bei der vorwiegend auftretenden marginalen Form der Parodontitis kommt es durch die Entzündungsprozesse zum Verlust von Bindegewebe und Knochen. Im Verlauf der Entwicklung der Krankheit treten Zahnfleischbluten, Taschenbildung, Zurückgehen des Zahnfleisches und letztlich die Lockerung und der Verlust der Zähne auf. Die Abgrenzung der Parodontitis zur Parodontose besteht vorrangig darin, dass deren Zahnbettschwund hauptsächlich vom Knochen ausgeht, erst später folgen Bindegewebe und Zahnfleisch. Es treten keine vertieften Zahnfleischtaschen und erhöhte Blutungsneigung des Zahnfleisches auf. Allerdings ist fast gleichzeitig das gesamte Gebiss betroffen und erst relativ spät kommt es zur Zahnlockerung.

R E Z E P T E

Für die Behandlung einer Parodontitis kennt die traditionelle russische Medizin verschiedene natürliche Heilmittel. Die verwendeten Heilmittel entfernen die Entzündung und verbessern wesentlich den Zustand des Betroffenen. Vier dieser traditionellen Rezepte zur Behandlung einer Parodontitis möchte ich vorstellen:

Wenn das Zahnfleisch geschwächt ist und zum Bluten neigt, geben Sie 3 EL getrocknete Brombeerblätter (Rubus ulmifolius) in ein Glas, übergießen sie mit 0,5 Liter Wodka (40 %) und stellen das fest geschlossene Glas für 10 Tage an einen warmen dunklen Ort, dabei öfters aufschüttelnd. Zur Anwendung geben Sie von dem alkoholischen Auszug 20 Tropfen auf 1 Glas warmes Wasser und spülen mit der Lösung täglich über 4 bis 6 Wochen 3 bis 4-mal am Tag den Mund.

Bei lockerem Zahnfleisch übergießen Sie 1 EL gehackte getrocknete Blätte der Echten Walnuss (Juglans regia) mit 1 Glas kochendem Wasser, lassen den Aufguss 30 Minuten ziehen und spülen damit täglich über 3 bis4 Wochen 3 bis 4-mal am Tag den Mund. 

Übergießen Sie 1 TL getrocknete Blätter der Moosbeere (Vaccinium oxycoccos oder Vaccinium macrocarpon) oder Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea) mit 1 Glas kochendem Wasser, lassen den Aufguss 20 Minuten ziehen und sieben ihn dann durch. Danach füllen Sie die Flüssigkeit mit heißem Wasser auf 200 ml auf und spülen mit dem Aufguss täglich über 3 bis 4 Wochen alle 2 bis 3 Stunden den Mund. Dieser Aufguss hilft auch bei Parodontose, Mundschleimhautentzündung (Stomatitis) und Zahnfleischentzündung (Gingivitis).

Übergießen Sie 2 TL getrocknete Blätter der Ringelblume (Calendula officinalis) mit 0,5 l kochendem Wasser, lassen den Aufguss 30 Minuten ziehen und spülen dann mit dem erträglich abgekühlten Aufguss täglich über 3 bis 4 Wochen 3 bis 4-mal am Tag den Mund.

Osteochondrose – natürliche Heilmittel gegen die Beschwerden

Osteochondrose – Beschwerden

Eine Osteochondrose nimmt bereits im Alter von zwanzig bis dreißig Jahren ihren Anfang, entwickelt sich jedoch hauptsächlich erst nach dem vierzigsten Lebensjahr. Bereits beim jungen Menschen beginnen sich die Bandscheiben in der Wirbelsäule zu verändern. Sie verlieren an Umfang, Flüssigkeit und Elastizität. Dadurch wird die Verbindung zwischen den Wirbeln gestört und die Wirbelsäule hört auf flexibel zu sein. Die Osteochondrose beginnt mit Störungen im Flüssigkeitsaustausch der Bandscheiben, die zur Unterversorgung mit für die störungsfreie Funktion notwendigen Nährstoffen führt. Am Ende dieser Entwicklung können die Bandscheiben nicht mehr als fester und sicherer Dämpfer fungieren. Die in der Wirbelsäule ablaufenden Veränderungen wirken sich auf viele Organe negativ aus, die von den Nervenstämmen aus dem Rückenmark abhängig sind. Damit können sich Schmerzen der Leber, der Galle, des Herzens und des Darms erklären. Osteochondrose ist eine tückische Krankheit, die über Jahre verläuft, wobei sie immer mehr auch jüngere Generationen erfasst. Allerdings kann das Entstehen und Fortschreiten einer Osteochondrose mit speziellen gymnastischen Übungen (siehe Artikel „Osteochondrose – einfache gymnastische Übungen„), durch eine gesunde Ernährung und die Vermeidung von Übergewicht verhindert bzw. auch angehalten werden.

Heilbäder gegen die Beschwerden

Für die Behandlung einer Osteochondrose kennt die traditionelle russische Medizin verschiedene natürliche Heilmittel. Sie lindern die Beschwerden einer Osteochondrose und helfen den allgemeinen Zustand zu verbessern. Dazu gehören beispielsweise auch Heilbäder.

Die heißen Bäder erweitern die Blutgefäße und fördern den Blutkreislauf. Sie liquidieren die Stagnation des Blutes und unterstützen die Selbstsäuberung des Organismus. Seien Sie jedoch bei allen heißen Bädern vorsichtig, denn es kommt dabei zu einer erhöhten Kreislaufbelastung. Alle genannten Bäder sind mit einer Wassertemperatur von 36 bis 37 °C empfohlen (bei dieser Wassertemperatur gelangen im Wasser gelöste Wirkstoffe am besten über die Haut in den Organismus), die Badedauer sollte 10 bis 15 Minuten nicht überschreiten.

R E Z E P T E

Zerstoßen und mischen Sie 1 TL getrocknete Kalmuswurzel (Acorus calamus), 5 TL Schlehdornbeeren (Prunus spinosa), 3 TL Oregano (Origanum vulgare), 5 TL Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum), 2 TL Minze (Mentha), 2 TL Kieferknospen (Pinus), 4 TL Dreifarbiges Veilchen (Viola tricolor), 3 TL Bohnenkraut (Satureja hortensis) und 2 TL Eukalyptusblätter (Eucalyptus).
Von der Mischung übergießen Sie 4 TL mit 1 l kochendem Wasser, lassen sie kurz aufkochen und dann den Aufguss 6 Stunden ziehen. Danach geben Sie den Aufguss als Badezusatz in 1 Vollbad.

Geben Sie je 2 Handvoll getrocknete Birkenblätter (Betula), Lambertshaselnuss (Corylus maxima), Brennnessel (Urtica) und Heidekraut (Erica) in lila-rosa Farbe in einen 10 l-Eimer, übergießen sie mit 10 l kochendem Wasser, lassen den Aufguss 45 Minuten ziehen, sieben ihn durch und geben ihn dann in das in heiße Badewasser. Das Bad erfolgt sitzend (dabei darf die Wasserhöhe den Bereich des Herzens nicht erreichen), der Oberkörper wird mit einem Handtuch bedeckt (auch hier bleibt der Bereich des Herzens unbedeckt und offen).
Nach den mythischen Vorstellungen soll dieser Badezusatz nur auf den vollen oder zunehmenden Mond bereitet werden.

Sammeln Sie einige frische Kieferzweige (Pinus), hacken sie mit der Axt klein (benötigt wird die Füllmenge für ein 1-Liter-Glas), geben die Zweige in ein feuerfestes Gefäß, übergießen sie mit 10 l Wasser, bringen die Mischung zum Kochen, lassen sie unter kleiner Hitze noch für 10 Minuten köcheln und dann 4 Stunden ziehen. Danach sieben Sie den Sud durch und geben ihn in das heiße Badewasser.
Das Bad erfolgt sitzend (dabei darf die Wasserhöhe den Bereich des Herzens nicht erreichen), der Oberkörper wird mit einem Handtuch bedeckt (auch hier bleibt der Bereich des Herzens unbedeckt und offen). Bei der erstmaligen Anwendung sollten 10 Minuten Badezeit nicht überschritten werden.

Allgemein können Pflanzen wesentliche Helfer bei den Erkrankungen der Wirbelsäule und Gelenke sein – siehe: Pflanzen – entzündungshemmend und ausführend